28.Januar 2012
Mindestens 400 ìg Folsäure/Methylfolat pro Tag
Konsens über die Empfehlung ab Kinderwunsch
Berlin - Ein optimaler Folatstatus ist von entschei- dender Bedeutung für die Schwangerschaftsvorsorge. Er spielt unter anderem eine entscheidende Rolle für den frühen Schluss des Neuralrohres des Feten zwischen dem 22. und 28. Tag nach Konzeption. Generell erfolgt die Substitution von Folsäure ab Kinderwunsch noch zu selten, waren sich die Experten auf dem 25. Perinatalkonkress im Dezember 2011 in Berlin einig.
So erläuterte Professor Dr. med. vet. Klaus Pietrzik, Bonn, anlässlich eines Symposiums der Merck Selbstmedikation GmbH: "Folsäure besitzt keine Vitaminfunktion, wird aber nach Aufnahme in den Körper enzymatisch in die quantitativ wichtigste Folatform 5-MTHF überführt." Bei Frauen mit einem Enzympolymorphismus geschehe dies nicht optimal. Aktuelle Publikationen von Czeizel et al. sowie Berti et al. haben den Vorteil der Supplementation mit der bereits bioaktiven Folatform 5-MTHF (Metafolin®) aufgegriffen. "5-MTHF ist zunächst enzymunabhängig bei allen Frauen direkt wirksam", so Pietrzik. Auch habe 5-MTHF eine bessere Bioverfügbarkeit und führe zu einem signifi kant höheren Erythrozytenfolatspiegel als Folsäure. Aber: Mindestens vier Wochen vor der Schwangerschaft sollte zusätzlich zu einer folat reichen Ernährung generell ein Supplement mit Folsäure/Methylfolat (mindestens 400 ìg/Tag) eingenommen werden. Um einen präventiv wirksamen Erythrozytenfolatspiegel zu erreichen, ist sogar eine zwei- bis dreimonatige Substitution in dieser Dosierung erforderlich. Es sei denn, man hebt die Tagesdosis auf 800 ìg an (Femibion® Schwangerschaft 1). Die Einnahme wird ab Kinderwunsch bis zum Ende der Stillzeit empfohlen (Femibion® Schwangerschaft 2 ab der 13. SSW enthält 400 ìg Folat). pep

